Pseudomugil luminatus - "Red Neon" Leuchtaugenfisch
Allgemeine Informationen
Der Pseudomugil luminatus, bekannt unter dem Handelsnamen "Red Neon", gehört zur Familie der Blauaugen (Pseudomugilidae) und ist ein faszinierender, farbenprächtiger Schwarmfisch. Diese Art wurde erst 2013 wissenschaftlich beschrieben und erfreut sich seither wachsender Beliebtheit in der Aquaristik. Besonders auffällig sind die leuchtend roten Flossen und der irisierende Körper, der je nach Lichteinfall in verschiedenen Farben schimmert. Aufgrund seiner lebhaften Art und der geringen Größe eignet sich der Red Neon hervorragend für bepflanzte Aquarien mit friedlichen Gesellschaftsfischen.
Herkunft
Die natürliche Heimat von Pseudomugil luminatus liegt in den Süßwassergewässern Papua-Neuguineas. Dort bewohnt er bevorzugt langsam fließende oder stehende Gewässer mit dichtem Pflanzenbewuchs. Die Gewässer zeichnen sich durch weiches, leicht saures Wasser aus, das oft durch Laub und organisches Material eine leichte Bernsteinfärbung erhält. Aufgrund des begrenzten natürlichen Verbreitungsgebiets wird die Art heute vorwiegend durch Nachzuchten im Handel angeboten.
Aussehen
Der Red Neon erreicht eine maximale Körperlänge von etwa 4–5 cm. Sein Körper ist schlank und leicht durchscheinend mit einem schimmernden, silbrig-goldenen Grundton. Die namensgebenden roten Flossen sind besonders intensiv gefärbt und wirken in Kombination mit der neonblauen Kontur entlang der Körperflanken äußerst attraktiv. Die Männchen sind meist intensiver gefärbt und präsentieren ihre verlängerten Flossenstrahlen in der Balz besonders eindrucksvoll. Die Weibchen sind etwas unscheinbarer, jedoch ebenfalls ansprechend gefärbt.
Haltung
Die Haltung von Pseudomugil luminatus gestaltet sich relativ unkompliziert, sofern einige grundlegende Bedingungen erfüllt sind:
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Aquariumgröße: Ein Becken ab 80 cm Kantenlänge (etwa 100 Liter) ist für eine kleine Gruppe ausreichend. Für größere Gruppen oder Vergesellschaftungen mit anderen Arten sind größere Becken empfehlenswert. Eine Gruppe von mindestens 8–10 Tieren sorgt für ein natürliches Sozialverhalten.
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Wasserwerte: Der Red Neon bevorzugt weiches bis mittelhartes Wasser mit einem pH-Wert zwischen 6,0 und 7,5 sowie einer Temperatur von 24–28 °C. Eine Gesamthärte (GH) zwischen 5 und 12°dH ist optimal.
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Einrichtung: Dichter Pflanzenbewuchs, feiner Bodengrund und schwimmende Pflanzen sorgen für eine naturnahe Umgebung. Eine leichte Strömung wird toleriert, sollte jedoch nicht zu stark sein. Dunkler Bodengrund hebt die Farben der Fische besonders hervor. Besonders wohl fühlen sich die Tiere auch in Schwarzwasserbecken.
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Beleuchtung: Eine gedämpfte Beleuchtung durch Schwimmpflanzen oder eine LED mit Tageslichtsimulation fördert das Wohlbefinden und lässt die Farben der Tiere intensiver erscheinen.
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Vergesellschaftung: Aufgrund des friedlichen Wesens eignet sich diese Art für die Vergesellschaftung mit anderen kleinen, friedlichen Fischen wie:
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Zwergbärblinge (Boraras brigittae, Boraras maculatus)
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Kleine Salmler (Hyphessobrycon amandae, Paracheirodon simulans)
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Andere Regenbogenfische (Iriatherina werneri, Melanotaenia praecox)
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Kleine Welse wie Otocinclus, Corydoras-Pygmäen oder auch L-Welse
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Zwerggarnelen (Neocaridina, Caridina) und Schnecken
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Tipps zur erfolgreichen Haltung
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Eine Gruppe mit mehreren Männchen fördert das Balzverhalten und die intensive Färbung, da sie ständig um die Aufmerksamkeit der Weibchen konkurrieren.
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Regelmäßige Wasserwechsel (mindestens 30 % pro Woche) sind wichtig, um die Wasserqualität stabil zu halten.
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Eine sanfte Filterung mit einem Schwammfilter oder einem Außenfilter mit sanftem Auslass verhindert zu starke Strömungen.
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Red Neons sind sprungfreudig – eine Abdeckung oder Schwimmpflanzen helfen, unerwünschte Unfälle zu vermeiden.
Ernährung
In der Natur ernährt sich der Red Neon von kleinen Insektenlarven, Plankton und anderen Mikroorganismen. Im Aquarium akzeptiert er eine breite Palette an Futtermitteln:
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Lebend- und Frostfutter: Artemia, Cyclops, Daphnien und Mückenlarven sind ideale Nahrungsquellen.
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Trockenfutter: Hochwertige Flocken und Granulate werden akzeptiert, sollten jedoch klein genug sein.
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Abwechslung: Eine abwechslungsreiche Ernährung sorgt für optimale Gesundheit und besonders intensive Farben.
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Fütterungstipp: Mehrere kleine Fütterungen pro Tag sind besser als eine große Portion, da die Fische eine hohe Stoffwechselrate haben.
Zucht
Die Nachzucht von Pseudomugil luminatus ist im Aquarium möglich, erfordert jedoch einige spezielle Maßnahmen:
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Ansatz eines Zuchtbeckens: Ein separates Becken mit weichem, leicht saurem Wasser und niedriger Strömung erhöht die Erfolgschancen.
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Eiablage: Die Weibchen legen ihre Eier bevorzugt in feinfiedrigen Pflanzen oder an künstlichen Laichmopps ab.
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Schlupf und Aufzucht: Nach etwa 10–14 Tagen schlüpfen die Jungfische. Sie sollten zunächst mit Infusorien oder sehr feinem Staubfutter gefüttert werden.
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Aufzuchtbedingungen: Regelmäßige Wasserwechsel und feines Futter sind essenziell für das schnelle Wachstum der Jungtiere.
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Elterntrennung: Die adulten Tiere neigen dazu, ihre eigenen Eier und Jungtiere zu fressen, daher sollten die Eier in ein separates Aufzuchtbecken überführt werden.
Lebenserwartung
Unter optimalen Haltungsbedingungen kann der Pseudomugil luminatus eine Lebenserwartung von etwa 3–5 Jahren erreichen. Eine gute Wasserqualität, abwechslungsreiche Ernährung und stressfreie Umgebung tragen maßgeblich zur Langlebigkeit und Farbintensität dieser attraktiven Fischart bei.
Göße min.: | 4 |
Größe max.: | 5 |
Härte (GH): | 5-15 |
Vermehrung / Zucht: | herausfordernd |
optimale GH: | 4-6 |
optimale KH: | 1 |
optimale Temperatur: | 22-25 |
Temperatur: | 24-28 |
Verhalten: | Gruppentier |
Schwierigkeit: | einfach |
pH: | 6.0-7.5 |
optimaler pH: | 6.5 |
Aquariengröße: | ab 80cm / ca. 100 Liter |